18 Missverständnisse und Falschdarstellungen aufgeklärt
18 Missverständnisse und Falschdarstellungen aufgeklärt

Egal ob durch andere Parteien oder durch oberflächliche Medien - es gibt diverse Falschdarstellungen und Missverständnisse zur Alternative für Deutschland.

Politik ist immer komplex und sehr umfassend. Leider lassen sich Themen deshalb nicht nur mit "Ja" oder "Nein" beantworten oder in nur einem Satz erklären.

Wir versuchen aber trotzdem ein paar Fragen kompakt zu beantworten.





1) Seid ihr gegen Europa?


Nein. Erstens ist Europa ein Kontinent und etwas anderes (viel umfangreicher) als die Europäische Union (EU). Wir sind für Europa. Und wir sind auch nicht gegen eine Form der Zusammenarbeit wie die EU. Aber wir glauben, dass Europa derzeit weniger EU gut tun würde.

Der Grund: Überall in Europa gibt es Bestrebungen und wachsende Zahlen von Bürgern, die mit der EU in ihrer jetzigen Form nicht einverstanden sind. 6 der 7 Organe der EU sind nicht gewählt und daher nicht demokratisch (alle außer dem Europäischen Parlament).

Das führt dazu, dass in vielen Ländern Parteien, die aus der EU austreten wollen, an die Macht kommt. In Frankreich, Italien, Großbritannien, Niederlande, Belgien und Österreich sind sie schon kurz davor, die stärksten Parteien im Land zu werden. In anderen Ländern wie Ungarn sind sie es bereits. Auch der Brexit spricht für sich.

Um zu verhindern, dass die Zusammenarbeit der Länder ganz zerfällt (was die AfD nicht will!) brauchen wir daher schnellstens eine schlankere EU. Die EU muss sich der Kritik stellen. Die Lösung gegen die Unzufriedenheit mit der EU kann nicht "noch mehr EU" sein! Die Lösung muss ein Entgegenkommen, also weniger EU sein.

Wir wollen außerdem, dass die vertraglich festgelegten Vereinbarungen eingehalten werden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, in der Realität aber leider nicht. Dazu gehört das Prinzip der Subsidiarität (wenn möglich handelt die unterste Ebene eigenverantwortlich), aber auch die Einhaltung der Maastricht-Kriterien und des Dubliner Übereinkommen.

Die europäischen Verträge wurden in den letzten Jahren unzählige Male gebrochen. Und jeder Politiker der Altparteien nimmt es einfach hin. Das nicht akzeptabel! Wenn geltendes Recht gebrochen wird, dann darf das nicht ignoriert werden.

Wogegen wir aber ganz klar sind ist ein undemokratisches Kommissionseuropa nach UdSSR-Vorbild mit ESM-Diktatur, Alternativlosigkeit und der Herrschaft von Banken, Konzernen und Parteien.




2) Seid ihr gegen die Türkei?


Die Europäische Union (EU) steht derzeit vor sehr schwerwiegenden Problemen und vergrößerte sich viel zu schnell. Wir wollen daher, dass sich zuerst die EU neu aufstellt und ihre Probleme in den Griff bekommt, bevor sie weitere Mitgliedsländer aufnimmt. Egal welches Land. Solange lehnen wir den Beitritt der Türkei in die EU genauso ab wie den Beitritt jedes anderen Landes.





3) Wollt ihr die Deutsche Mark wieder?


Nein, wir wollen die Deutsche Markt (DM) nicht zurück. Wir meinen nur, dass es kein Tabu sein darf, da Deutschland so eine bessere Verhandlungsposition hat. Wir sagen, dass der Euro faktisch in seiner jetzigen Form gescheitert ist. Wir haben inzwischen länger "Eurokrise" als wir den Euro ohne Krise hatten. Das ist doch kein Zustand.

Wir wissen, dass verschiedene Länder mit verschiedener wirtschaftlicher Stärke eigene Währungen brauchen um auf- und abwerten zu können. Allein seit dem zweiten Weltkrieg sind 69 Währungsunionen gescheitert und keine war erfolgreich.

Eine Währungsunion kann aber in Verbünden mit ähnlicher Wirtschaftskraft funktionieren, z.B. in Form eines "Nordeuro" und eines "Südeuro". Oder in einer Währungsgemeinschaft zwischen Deutschland, Österreich und vergleichbaren Ländern. Länder mit ähnlicher Wirtschaftskraft können sich durchaus zusammenschließen.


Wie soll der Euro-Austritt funktionieren?


Der erste Schritt ist, dass alle Euro-Länder das Recht bekommen, freiwillig aus dem Euro auszutreten. Außerdem muss klargestellt werden, dass jedes Land wieder selbst und alleine für seine Schulden haftet.

Dann können die Staaten selbst entscheiden, ob sie austreten wollen oder nicht. Wenn ein Land für sich entscheidet, dass sie ohne Euro besser dran sind und ihre Wirtschaft schneller wieder in den Griff bekommen, dann muss es ihnen erlaubt sein die Euro-Zone freiwillig zu verlassen.

Deutschland wird nicht den Euro verlassen. Wir drängen auch kein Land zum Austritt aus dem Euro. Ökonomisch ist es für stark verschuldete Staaten jedoch sinnvoll freiwillig auszutreten, wenn andere ihre Schulden nicht mehr übernehmen. Daher werden diese freiwillig austreten wollen.




4) Seid ihr dagegen sozial Schwächeren zu helfen?

Seid ihr gegen das Sozialsystem?


Nein, absolut nicht. Unser Sozialsystem ist eine große Errungenschaft.

Wir mögen es nur nicht missbraucht oder ausgenutzt zu werden. Das mag doch niemand. Und das Problem an unseren Sozialsystemen ist, dass sie leider immer stärker missbraucht werden. Das treibt nicht nur die Kosten in die Höhe, die erwirtschaftet werden müssen. Es schadet auch allen, die rechtmäßig Hilfe bekommen sollten. Denn für sie bleibt weniger Unterstützung übrig.

Das gesellschaftliche Problem ist, dass es immer weniger Anreize gibt selbst Leistung zu erbringen. Das muss aber das primäre Ziel sein: Werte erschaffen. Erst danach kann man darüber reden einen Teil davon zu verteilen. Die derzeitige Politik redet aber ständig nur davon, wie man möglichst viel Geld umverteilen kann. Jedes Geld und jede Hilfe muss aber zuerst erwirtschaftet werden. Und das machen nicht die "Reichen" (von denen linke Parteien angeblich das Geld zum Umverteilen holen wollen), sondern Erarbeiten muss das Geld der normale Bürger.

Außerdem muss ein Sozialsystem dem jeweiligen Staat angepasst sein, da -schon aus wirtschaftlichen Gründen- nicht alle Staaten dieselben Sozialleistungen erbringen können.

Wenn ein Staat andere Rahmenbedingungen hat, z.B. weniger Arbeitszeit pro Woche, früheres Renteneintrittsalter, höhere Urlaubsansprüche, usw. dann ist das die souveräne Entscheidung des Staates. Dann kann man aber natürlich nicht mit diesem Staat z.B. eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung führen. Das abzulehnen ist weder unsolidarisch noch unsozial, sondern rational.




5) Sollen Reiche nicht den Armen helfen?


Die Sozialisierung von Schulden löst keine Probleme. Sie führt dazu, dass unter dem Deckmantel der Solidarität einzelne Gläubigergruppen bezuschusst und volkswirtschaftlich zentrale Investitionsentscheidungen verzerrt werden. Gläubiger sind ihr Investitionsrisiko bewusst eingegangen. Jetzt Sparer, Rentner und Steuerzahler für ihre Schulden zahlen zu lassen ist nicht sozial und nicht solidarisch.

Im Klartext: Unter dem Deckmantel der "Solidarität" werden die wirklich Reichen noch reicher. Und die Mittelschicht wird ärmer.

Wer spart oder vorsorgen will, der darf dafür nicht bestraft werden. Das hat nichts damit zu tun, dass wir anderen nicht helfen wollen. Man muss aber auch unterscheiden zwischen denen, die ohne ihr Zutun in Not geraten sind und denen, die durch eigene, andauernde Handlungen in Not sind (in dem Fall z.B. Banken).

Sowohl der Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen muss die Möglichkeit haben, sein Geld sparen zu können, als auch der Sozialhilfeempfänger, der selbst entscheiden können muss, wie er sein Geld verwendet. In beiden Fällen dürfen vorausschauende Sparer nicht dafür bestraft werden, dass sie keine Verschwender sind.




6) Seid ihr gegen Gleichberechtigung?


Nein. Aber wir akzeptieren, dass nicht alle Menschen gleich sind. Jeder hat Stärken und Schwächen.

Wenn beispielsweise alle Schüler ein Abitur haben sollen, dann müsste man die Anforderungen des Abiturs so niedrig ansetzen, dass sie der schlechteste Schüler schaffen kann. Das halten wir nicht für sinnvoll. Und das kann nicht das Ziel der EU sein, wenn sie verkündet, dass mehr Menschen einen besseren Abschluss haben sollen. Man sollte die Menschen besser und gezielter unterrichten um ihnen mehr beizubringen (und keinesfalls an der Bildung sparen) und nicht einfach die Anforderungen der Qualifikation reduzieren. Genau das passiert aber auch in immer mehr Bundesländern.

In einem Krankenhaus bekommt doch auch nicht jeder dieselbe Operation, nur aus Prinzip weil es "gerecht" wäre. Jeder bekommt die Behandlung, die er benötigt. Und genauso gilt das auch im Leben - es kann nicht jeder gleich sein. Jeder hat seine Stärken und die sollte man selbst nutzen und fördern. Egal ob es dabei um schulische Leistungen geht, um Wirtschaftskraft, Ideen oder auch das Geschlecht.

Wir wollen niemandem Möglichkeiten oder Chancen nehmen. Jeder darf versuchen was immer er/sie will. Aber wir werden nie alle gleich sein. Und das ist nichts schlimmes. Lassen Sie sich nicht einreden, dass jeder alles können muss. Jeder Mensch ist ein Individuum und sollte auch so respektiert werden.

Die Altparteien zielen mit Quoten in allen möglichen Bereichen auf Ergebnisgleichheit ab. Das halten wir für Unsinn.
Wir sind für Chancengleichheit. Aber wir sind nicht für Ergebnisgleichheit.




7) Diskriminiert ihr Frauen?


Nein. Wir sind gegen jede Art von Quoten, auch Frauenquoten und Männerquoten. Weil wir wollen, dass die Menschen die Personen (aus)wählen, die sie am Besten für etwas geeignet halten. Weil wir wollen, dass sich Leistung auszahlt und man nicht durch Quoten an Positionen oder Jobs kommt.

Im Bundesvorstand der AfD 2014 waren zu 42% Frauen. Das sind mehr Frauen als im Bundesvorstand von jeder anderen großen Partei!

Und während sich z.B. die SPD seit Jahren für Frauenquoten stark macht, hatte sie selbst seit Jahrzehnten keine weibliche Vorsitzende. Die AfD hingegen hat bereits zwei Jahre nach Gründung Dr. Frauke Petry zur Bundessprecherin (Vorsitzenden) gewählt.

Für die Bundestagswahl 2017 wählten die baden-württembergischen Mitglieder ebenfalls mit Dr. Alice Weidel eine Frau als Spitzenkandidatin auf den ersten Listenplatz.

Alles ganz ohne Quote! Einfach weil die Frauen für geeignet gehalten und deshalb gewählt wurden.

Ein Gegenbeispiel sind die Grünen, die zur Bundestagswahl 2017 mit Katrin Göring-Eckardt nur eine weibliche Spitzenkandidatin und drei männliche Bewerber hatten. Für die Doppelspitze durften unter den vier Personen aber keine zwei Männer gewählt werden, sondern eine Frau war Pflicht. Faktisch war also die Wahl von Katrin Göring-Eckardt vorgeschrieben. Wie soll man jemanden ernst nehmen, der seine Position nur aus Quotengründen bekam?




8) Seid ihr gegen Homosexuelle?

Seid ihr gegen sexuelle Vielfalt?


Nein. Wir stehen dazu, dass nicht alle Mitglieder jede sexuelle Vorliebe für "normal" * halten. Aber wir tolerieren viele sexuelle Vorlieben, wie z.B. Partner des gleichen Geschlechts.

Was wir ablehnen, zum Beispiel beim Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg, ist die sexuelle Früherziehung von Kindern und das ein unbedeutendes Problem zu große Geltung bekommt. Statistisch werden 3% der Kinder aufgrund sexueller Präferenzen an der Schule gemobbt (Angabe der Antidiskriminierungsstelle des Bundes). Das Thema bekommt aber viel mehr Aufmerksamkeit als sämtliche andere Themen, die dringender anzugehen wären. Beispielsweise warum 97% der anderen Kinder gemobbt werden (Herkunft, Religion, Behinderungen, Alter,...).

Das wir uns gegen sexuelle Früherziehung aussprechen heißt im übrigen nicht, dass wir gegen Aufklärung sind. Aufklärung und Hinterfragen ist sind grundlegende Angelegenheiten unserer Partei. Wir finden aber, dass primär die Eltern Ihre Kinder aufklären sollten - in der Art wie und wann sie es für richtig halten. In der Schule darf ebenso Aufklärung stattfinden, aber nicht zu früh und nicht mit einer einer derartigen Präsenz (man muss doch nicht in JEDEM Fach über Sexualität sprechen), wie sie der Bildungsplan 2015 vorsieht. Das ist mehr Umerziehung als Aufklärung.

Zudem zeigen andere Bundesländer, wie der Externer Link Gender-Wahn von den Altparteien weiter gesponnen wird. Das hat nichts mehr mit Vielfalt und Toleranz zu tun, sondern ist Lobbyismus für ein paar wenige "Verbände".

* Normen sind Erwartungen der Gesellschaft an das Verhalten von Individuen. Jede Gruppe, also beispielsweise religiöse Gesellschaften, hat das Recht eigene Erwartungen an andere zu stellen. Umgedreht stellen bestimmte Gruppen (z.B. Homosexuelle) ja auch Erwartungen an die Gesellschaft, was ebenso ihr Recht ist. Jeder muss somit für sich selbst entscheiden, was er als "normal" wahrnimmt. Und jeder muss selbst entscheiden ob er die Erwartungen anderer erfüllen will bzw. für wie wichtig er die Erwartungen anderer nimmt.

Menschen werden immer unterschiedlicher Meinung sein. Das sollte man akzeptieren und nicht bekämpfen. Toleranz ist daher wichtig. Auch beim Tolerieren anderer Meinung, egal ob sie "konservativ" oder "modern" sind.

Im Übrigen stellte die baden-württembergische AfD bei der Bundestagswahl 2017 mit Dr. Alice Weidel eine bekennende Homosexuelle mit Kind in (weiblicher) Partnerschaft als Spitzenkandidatin auf. Macht das Sinn, wenn die AfD doch angeblich so homophob ist?

Uns ist die sexuelle Orientierung der Menschen egal. Das ist ihre Privatsache. Deshalb muss es nicht durchgängig in der Öffentlichkeit, den Schulen, den Medien, usw. thematisiert und "umerzogen" werden. Was die Menschen privat machen ist ihre Sache und das soll so bleiben.

Völlig absurd wird es daher, wenn Politiker der Altparteien davon sprechen, dass sie mehr sexuelle Vielfalt wollen oder unsere Gesellschaft das braucht. Beispielsweise in öffentlichen Ämtern oder in der Bundeswehr. Wie soll das gehen, wenn die Sexualität doch eigentlich Privatsache sein sollte? Man kann Jobs doch nicht aufgrund der sexuellen Neigung einer Person vergeben?!




9) Seid ihr gegen Ausländer?


Nein.

Wir fordern von jedem, dass er sich in die Gesellschaft integrieren muss.
Wir fordern von jedem, dass er sich dem Land und der Kultur anpassen muss, in der er leben möchte.
Wir fordern von einem deutschen Kind genauso die deutsche Sprache und Rechtschreibung zu lernen wie von jedem anderen Kind, dass in Deutschland lebt.
Wir fordern von jedem, dass er seinen Beitrag für die Gesellschaft leisten muss.

Nationalität, Vorfahren oder gar das Blut spielen dabei keine Rolle. Wichtig ist für uns nur, dass man sich der Gesellschaft, in der man leben möchte, anpassen muss. Und nicht umgedreht.

Wenn meine Kultur eine andere ist als die der Gesellschaft, in der ich lebe, dann kann das die Gesellschaft bereichern. Ich muss aber trotzdem Rücksicht auf die Kultur der Gesellschaft nehmen, in der ich lebe. Das gilt für deutsche Auswanderer schließlich genauso.




10) Seid ihr gegen Einwanderer?


Nein. Wir wissen, dass Deutschland faktisch ein Einwanderungsland ist (mit den zweit meisten Einwanderern weltweit, Stand 2014) und wir wissen, dass Deutschland echte Fachkräfte benötigt.

Wir wollen aber qualifizierte Einwanderer bevorzugen, wie es fast jedes Land macht. Es schafft für andere gleichzeitig einen Anreiz, sich um eine gute Bildung zu bemühen um danach ein besseres Leben in Deutschland führen zu können. Deshalb sind wir für ein Einwanderungssystem nach kanadischem Vorbild.

Das bedeutet ein interessierter Einwanderer braucht eine bestimmte Zahl von Punkten. Für eine gute Qualifikation/Ausbildung gibt es Punkte, für Sprachkenntnisse der Landessprache/n gibt es Punkte, usw. und je mehr sich ein Mensch anstrengt, desto besser werden seine Chancen.


Zudem denken wir, dass die Industrie und Großunternehmen nicht einfach jammern können, dass sie Fachkräfte brauchen. Wenn das der Fall ist, dann sollen sie mehr ausbilden und nicht einfach (günstiger) aus dem Ausland einstellen. Vielfach dient der angebliche Fachkräftemangel so nur dem Drücken des Gehalts, weil die Unternehmen jemanden aus dem Ausland haben wollen, weil der einfach bereit ist für weniger Geld zu arbeiten.

Wir haben genügend Jugendliche und Arbeitslose und sämtliche EU-Bürger dürfen ebenfalls bei uns arbeiten und ausgebildet werden. Das bedeutet über 20 Millionen Menschen, die man ausbilden könnte. Die Unternehmen klagen über Fachkräftemangel? Dann müssen wir mehr ausbilden!


Mit Asyl für Menschen, die dringend Hilfe benötigen, hat Zuwanderung im Übrigen nichts zu tun.




11) Seid ihr gegen Umweltschutz?


Wir sind absolut für Umweltschutz. Wir hinterfragen nur, ob alles, was uns allgemein als "Umweltschutz" verkauft wird, wirklich der Umwelt hilft.

Vielfach werden nur Interessen einer bestimmten Lobby vertreten. Gerade im Bereich der Energie ist es doch so, dass dieselben Unternehmen verdienen. Denen ist egal ob mit einem Kernkraftwerk oder mit erneuerbaren Energien - sie bekommen von den Altparteien fette Gewinne garantiert.

Speziell das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) stellte sich als Wahnsinn heraus, der außer Kontrolle geraten ist. Die AfD sagte dies schon seit Jahren - inzwischen bestätigen das selbst die Expertenkommission der Bundesregierung und der Bundesrechnungshof. Es verfehlt seine (angeblichen) Ziele, es übervorteilt Großunternehmen und es muss vom kleinen Bürger bezahlt werden. Von Familien, von Handwerksbetrieben und Kleinunternehmen.

Aber selbst nach der Kritik der eigenen Expertenkomission meinte die SPD "wir sind weiter auf Kurs". Sind die in der Bundesregierung also wirklich so blöd oder gar inkompetent? Oder verfolgen sie in Wirklichkeit einfach andere Interessen - die der Großunternehmen beispielsweise, bei denen sie nach ihrer Politikerkarriere meistens einen lukrativen Job bekommen?





12) Seid ihr gegen Freihandel?


Nein. Freihandel und Freihandelsabkommen können eine sehr sinnvolle Sache sein.

Im Falle des zwischen der EU und den USA verhandelten "Transatlantischen Freihandelsabkommen" (TTIP) und des Abkommens mit Kanada (CETA) sind jedoch diverse Vorbehalte angebracht. Es wird geheim verhandelt. Es untergräbt den Rechtsstaat, da nicht mehr vor Gerichten verhandelt wird. Es ist unangreifbar, entzieht uns die Kontrolle und erleichtert die Privatisierung von Allgemeingut wie Wasser, Gesundheit und Bildung. Es ermöglicht noch umfassendere Überwachung und Bevormundung. Es ist praktisch unwiderruflich.

Außerdem bringt es uns wahrscheinlich keinen Vorteil. Hingegen zeigten mehrere andere Freihandessabkommen, wie das zwischen den USA und Mexiko, dass sie auf Dauer zu Lasten der Bevölkerung gehen. Und sie wurden vorher genauso als Vorteil für die Menschen dargestellt. Deshalb muss jedes Freihandessabkommen einzeln bewertet werden. Und da sind wir bei TTIP sehr skeptisch.

Siehe auch
- ZEIT: Externer Link Internationale Schiedsgerichte verstehen




13) Seid ihr gegen Amerika?


Nein. Aber uns ist klar, dass die US-Regierung die Lage sachlicher und uns weniger als Freunde sieht. Wie es Henry Kissinger sagte: „Amerika hat keine dauerhaften Freunde oder Feinde, nur Interessen.“
Genau das merkt man bei Handlungen der amerikanischen Regierung. Das primäre Interesse, egal was sie tun, gilt nur ihrem eigenen Land.

Das kann man akzeptabel finden, denn bei den meisten Staaten gehen die Eigeninteressen vor. Nur muss eben jedem klar sein, dass auch die Amerikaner nur auf dieser Grundlage - eigenen Interessen - handeln und nicht als Freunde oder Feinde.

Im zweiten Schritt muss überlegt werden wessen Interessen die amerikanische Regierung vertritt?

Sicher zum Teil die der amerikanischen Bevölkerung. Aber viel mehr Einfluss haben leider Lobbyisten der weltgrößten Unternehmen. Deswegen muss einfach klar sein, dass Regierungen zu großen Teilen immer die Interessen großer Unternehmen vertreten. Das ist auch bei unserer Regierung nicht anders, die sich auch im Ausland für deutsche Großunternehmen wie VW oder Siemens einsetzt.




14) Seid ihr Befürworter von Putin?


Wir sind keine "Putinfreunde", "Putinversteher" oder "Antiamerikaner". Wir lehnen einfach nur die antirussische Propaganda ab, die von vielen Medien und westlichen Regierungen verbreitet wird.

Man muss kein "Putinfreund" sein um die Gründe zu verstehen. Man muss sich nur etwas mit Geschichte befassen: Es gab einmal einen Kalten Krieg, der die Menschheit mehrfach an den Rand eines Atomkriegs gebracht hat. Und es hat lange gedauert und vieler kluger und besonnener Köpfe bedurft, um diesen sinnlosen und gefährlichen Konflikt zugunsten einer friedlichen Koexistenz zu beenden.

Es geht nicht darum, Putin gut zu finden, sondern darum nicht tatenlos zuzusehen, wie eine Generation von Dummköpfen die Welt durch Hetze gegen ein anderes Land wieder zurück in den Zustand eines Kalten Krieges führt.

Es geht auch nicht darum, Amerika zum Hort des Bösen zu erklären. Aber die amerikanischen Regierungen haben in den letzten Jahren einfach zu viel Blödsinn gemacht. Gefälschte Gründe für den ‪Irak‬krieg (Massenvernichtungswaffen), ‎Afghanistan, Libyen‬, Syrien‬, AbuGhraib‬, NSA‬, Finanzkrise‬, Subprime‬,... Das sind die Gründe und Fakten, warum viele Menschen den amerikanischen Politikern nicht mehr trauen.

Diese Andersdenkenden wurden in den vergangenen Jahren immer wieder diffamiert und erst später bekamen sie Recht. Später, als Beweise auf dem Tisch lagen, haben es plötzlich alle schon immer gewusst...


Das alleine langt manchen aber schon, um unsinnige Hetze gegen die AfD zu verbreiten. Beispielsweise sie würde vom Kreml bezahlt oder finanziert. Parteien unterliegen in Deutschland Transparenz-Gesetzen. Eine solche Finanzierung wäre also öffentlich. Das Geld kann nicht heimlich irgendwo auftauchen. Deshalb ist jedem vernünftigen Menschen klar, dass eine heimliche Finanzierung der AfD gar nicht möglich ist. Und deshalb kann jeder Nachlesen, von wem die AfD ihre Gelder bekommen hat. Und von Russland bekam die AfD nichts. Auch von großen Unternehmen, wie die Altparteien, bekommt die AfD keine Spenden. Die AfD finanziert sich aus unzähligen kleinen Spenden von normalen Bürgern und aus den Mitgliedsbeiträgen ihrer inzwischen über 25.000 Parteimitglieder und Förderer.




15) Seid ihr eine Protestpartei?


So kann man es sehen, aber faktisch interessierte sich einfach keine Partei für unsere wichtigen Anliegen. Beispielsweise war der Euro, unser erster gemeinsamer Nenner innerhalb der Partei, von Anfang an aus ökonomischer Sicht zum Scheitern verurteilt. So hatte unser früherer EU-Abgeordneter Professor Starbatty schon bei der Einführung 1998 dagegen Externer Link Verfassungsbeschwerde eingereicht.

Bereits 2005 veröffentlichten führende Wirtschaftsprofessoren, darunter Prof. Dr. Bernd Lucke, den "Hamburger Appell". Dieser prangerte den erschreckenden Mangel an ökonomischem Sachverstand bei wirtschaftspolitischen Debatten an.

Ein Jahr vor Gründung der AfD (Februar 2013) gab es einen öffentlichen Externer Link Aufruf in großen Tageszeitungen von 172 Wirtschaftsexperten (2012). Personen, die sich wirklich mit Ökonomie auskennen. Sie forderten die Politik dazu auf den Euro-Wahn zu stoppen. Auch Dr. Bernd Lucke unterzeichnete den Aufruf.

Die deutsche Politik und die deutsche Bundesregierung reagierten nicht. Die etablierten deutschen Parteien zogen mit fast allen Abgeordneten am selben Strang: "weiter so" und "alternativlos". Experten, die nicht bestätigten was man gerne hören wollte, wurden systematisch ignoriert.

Jahrelang wurde mit Sachverstand gemahnt und gewarnt - aber man wurde ignoriert. Letztlich blieb keine andere Option als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Es musste eine neue Partei gegründet werden.

Inzwischen ist der Euro noch immer Thema, aber es kamen viele weitere Themen dazu. Und überall fehlt die echte Opposition. Deshalb gibt es nun die Alternative.




16) Seid ihr in der Partei zerstritten?


Nein. Wie unsere Mitglieder aus eigener Erfahrung wissen, läuft beispielsweise eine Abstimmung in der CDU häufig wie folgt ab "Stimmen Sie jetzt bitte für Option 1" - und entweder machen das alle oder die Person, die nicht wie vorgegeben stimmt, hat Sanktionen zu fürchten. Beispielsweise ab sofort fehlende Unterstützung für eine Kandidatur.

Man muss in einer Demokratie auch widersprechen dürfen. Bei uns wird Demokratie gelebt. Das heißt eine Vielzahl von Meinungen wird eingebracht und alle diskutieren darüber. Am Ende entscheidet die Mehrheit und wir akzeptieren das.

Natürlich führt das auch dazu, dass manche nicht mit dem Ergebnis der Mehrheitsentscheidung einverstanden sind oder sich nicht damit identifizieren können und daher die Partei verlassen. Das ist nachvollziehbar und ihr gutes Recht.

Aus unserer Sicht ist es jedoch kein Streit, wenn man argumentativ bei Diskussionen den besten Weg findet oder demokratisch per Mehrheitsabstimmung über etwas entscheidet. Wir müssen nicht alle einer Meinung sein.

Basierend darauf, dass unsere Parteimitglieder zuvor vielfach in verschiedenen anderen Parteien waren (von der CDU bis hin zu den Linken), ist klar, dass es jetzt auch verschiedene "Strömungen" gibt, die bei allen Themen den jeweils besten Weg suchen.




17) Seid ihr von Rechtsradikalen unterlaufen?


Nein. In jeder gesellschaftlichen Gruppierung gibt es Menschen mit extremen Tendenzen. Das lässt sich nicht verhindern, wenn nicht jeder Mensch komplett durchleuchtet werden soll. Wenn wir extremistische Tendenzen jedoch bemerken, dann ergreifen wir Maßnahmen. Unsere Mitglieder sind zu einem absoluten Großteil nicht ausländerfeindlich, rassistisch, rechtsextrem oder linksextrem. Wir haben nie mit Parteien wie der NPD zusammengearbeitet.

Manche Politiker und Medien warnten vor uns und sprachen von einer angeblichen Unterwanderung. Die Tatsachen sehen aber völlig anders aus. So trat beispielsweise Sandrino Zießler, ein NPD-Mitglied, im Erzgebirge auf der CDU-Liste an. Er wollte zur AfD, aber wir lehnten ihn ab. Die CDU hat ihn genommen. Widersinnig dann ausgerechnet der AfD zu unterstellen wir wären unterwandert.

Über 25.000 Mitglieder bedeutet über 25.000 Menschen. Da gibt es natürlich immer auch Personen mit extremen Positionen. Genauso wie es unter so vielen Personen Menschen mit einer fragwürdigen Vergangenheit gibt. Aber die es gibt es in allen Parteien.

Kommen Sie zu einem unserer Treffen, den "Alternativen Stadtgesprächen". Sie werden merken wie normal wir sind.




18) Seid ihr eine Partei der alten Professoren?


Nein. In unserer Partei sind in der Tat viele Professoren und auch Doktoren Mitglied und wir freuen uns über das Fachwissen, dass wir dadurch haben. Statistisch gesehen sind wir jedoch eine der jüngsten Parteien. Unser Altersdurchschnitt liegt derzeit bei 47 Jahren. Das ist weniger als bei CDU (59), CSU (59), SPD (59), GRÜNE (48), LINKE (60) und FDP (53) *. In der "Jungen Alternative" (JA), unserer Jugendorganisation, ist eine Mitgliedschaft ab 14 Jahren möglich.

* alle Altersdurchschnittsangaben aus Wikipedia mit dem Stand Januar 2017




Wir hoffen, wir konnten zum Nachdenken anregen!
Bei Fragen oder Anmerkungen schreiben Sie uns!
E-Mail webmaster@afd.hn