Franziska Gminder: Por­t­rät der neuen Bundestagsabgeordneten
Franziska Gminder: Por­t­rät der neuen Bundestagsabgeordneten

Bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag wurde die Heilbronnerin Franziska Gminder für die AfD in den Bundestag gewählt. Doch sie war nicht die Direktkandidatin, sondern zog über die Landesliste ein. Wer also ist Franziska Gminder?

Bundestag: Fraktionsgründung im vollen Sitzungssaal
Am 26.09.17 wurde die erste AfD-Bundestagsfraktion gegründet und Dr. Alexander Gauland und Dr. Alice Weidel als Fraktionsvorsitzende gewählt. Auch die Bundestagsabgeordnete Franziska Gminder war dabei.



Mittwoch, 27. September 2017

Herkunft
Franziska Gminder wurde am 4. Februar 1945 in Gablonz an der Neiße (heute Tschechien) als Franziska Weigel geboren, als Tochter einer Sudetendeutschen und eines österreichischen Offiziers, Vertriebene aus der Tschechoslowakei und Kriegshalbwaise. Ihre Vorfahren haben ungarische, skandinavische und polnische Wurzeln und sie hat Verwandte in England und Frankreich, weshalb sie auch Englisch und Französisch fließend spricht. Sie steht mit Leidenschaft zu Europa und der Zusammenarbeit mit allen Nachbarländern, jedoch ohne ein Diktat der EU.


Studium
Von 1964-69 studierte sie erfolgreich Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Welthandel in Wien (heute „Wirtschaftsuniversität Wien“ - die größte Wirtschaftsuniversität in Europa) mit dem Abschluss als Diplomkaufmann. Zusätzlich absolvierte sie 1981 eine Ausbildung als Gemmologin (Wissenschaft von den Edelsteinen, Teilgebiet der Mineralogie) in Idar-Oberstein bei der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (DGemG).


Familie
Mit ihrem Ehemann, Dr. der Wirtschaftswissenschaften, Handelsrichter und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger auf Lebenszeit, sowie Oberst der Reserve und seit Jahrzehnten CDU-Mitglied, ist sie seit fast 50 Jahren verheiratet. Franziska Gminder war bis zur Gründung der AfD hingegen parteilos. Seit 38 Jahren lebt das Ehepaar Gminder in Heilbronn, die drei erwachsenen Töchter sind längst ausgezogen und das Ehepaar Gminder freut sich über bisher sieben Enkelkinder.


Arbeit
Statt den Ruhestand zu genießen ist Franziska Gminder Eigentumsunternehmerin und Arbeitgeberin in einer gewerblichen Immobilie mit 170 Mietparteien.


Direktkandidatin oder Listenkandidatin?
Bei der Aufstellung eines Direktkandidaten für den Wahlkreis Heilbronn gab die Mehrheit der Stimmberechtigten Jürgen Koegel ihre Stimme, aufgrund seiner Jahrzehnte langen politischen Erfahrung als Ortschaftsrat, Stadtrat und Vorstand, sowie zuletzt als Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Franziska Gminder lies sich davon nicht beirren und sicherte sich trotzdem einen Platz auf der Landesliste der AfD-Baden-Württemberg. Auch das war kein leichtes Unterfangen, denn für ihren elften Platz traten mit ihr zwölf Personen zur Wahl an. In einer Stichwahl konnte sie sich am Ende gegen Stefan Thien, Direktkandidat im Hohenlohekreis, durchsetzen.

Da der Wähler mit seiner Erststimme nur den Direktkandidaten wählen kann, sah der Kreisverband Heilbronn von der Bewerbung von Franziska Gminder in der Öffentlichkeit (z.B. mit Plakaten) ab und konzentrierte den Wahlkampf - wie allgemein üblich - auf den Direktkandidaten Jürgen Koegel.


Aktive Unterstützerin der AfD seit 2013
Nichts desto trotz unterstütze Franziska Gminder die AfD im Wahlkampf genauso hart, wie schon in den Jahren zuvor, seit der Existenz der Partei. Sie hatte nicht nur den Kreisverband Heilbronn im Juli 2013 mit gegründet, sondern war sogar zur Gründung der Partei "Alternative für Deutschland" in Berlin im März 2013 anwesend und somit eines der Mitglieder vom ersten Tag.

"Aus Sorge um die Zukunft Deutschlands und unserer Nachkommen bin ich zum ersten Mal einer Partei beigetreten, der Alternative für Deutschland, mit deren Zielen ich mich identifiziere und habe schon bei ihrer Gründung in Berlin teilgenommen", so Franziska Gminder.


Viele Jahre Engagement für die AfD
Mehrere Jahre leitete die derzeit stellvertretende Vorsitzende im Kreisverband Heilbronn zusätzlich ehrenamtlich die Geschäftsstelle des Heilbronner Kreisverbandes. Im Frühjahr 2017, als die Wahlkampfvorbereitungen zunahmen, gab sie das Ehrenamt der Kreisgeschäftsstelle ab.

Franziska Gminder brachte sich im Wahlkampf der AfD regional und überregional aktiv ein. Sie plakatierte nicht nur selbst und war fast jeden Samstag in der Heilbronner Innenstadt am Wahlkampfstand anzutreffen, sondern sie hielt auch überregional bei AfD-Veranstaltungen Vorträge zum Thema Familienpolitik und sprang als Ersatz ein, z.B. als Vertretung für Dr. Marc Jongen an einem Gymnasium.

Als stellvertretende Kreisvorsitzende führte sie durch AfD-Veranstaltungen, beispielsweise als wir den zwei Tage zuvor frisch gewählten neuen Landesvorsitzenden Dr. Marc Jongen zum ersten Mal in Abstatt begrüßen durften - seinem späteren Direktkandidaten-Wahlkreis. Die begeisterte Autorin von zahlreichen Leserbriefen in verschiedenen Zeitungen stellte auch viele Kontakte her, brachte ihre Ideen ein und unterstütze den Kreisverband und den Wahlkampf finanziell. Bei Veranstaltungen der AfD, z.B. mit Spitzenkandidat Herrn Dr. Alexander Gauland in der Heilbronner Harmonie oder mit Dr. Nicolaus Fest in Weinsberg, stellte sich die aussichtsreiche Listenkandidatin mit kurzen Reden der Bevölkerung vor.


Politische Vergangenheit
Franziska Gminder ist nachrückende Kandidatin des baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Dr. Rainer Podeswa im Landtagswahlkreis Heilbronn (nicht zu verwechseln mit dem Bundestagswahlkreis Heilbronn). Zuvor trat sie für die AfD bereits bei der Kommunalwahl und der Bundestagswahl 2013 an, überließ aber freiwillig Parteikollegen die erfolgversprechenden Plätze. Die AfD Heilbronn wurde und wird von Franziska Gminder nicht nur in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende und somit Vorstandsmitglied, sondern auch als Delegierte, unterstützt.


Opfer von Vandalismus
Ihr vielfältiges Engagement für die Partei brachte Franziska Gminder bereits viele positive Rückmeldungen ein, aber sie wurde deshalb auch Opfer von Diffamierungen und mehrfachem Vandalismus. Wegen Angriffen auf ihr Wohnhaus, aufgrund ihres politischen Engagements, wurde sie sogar schon Thema im baden-württembergischen Landtag (31. Plenarsitzung vom 06.04.17) und Justizminister Guido Wolf musste Stellung dazu beziehen.


Menschlich und empathisch
Franziska Gminders soziale Einstellung zeigt sich unter anderem im Engagement für Zonta (ein internationaler Wohltätigkeitsclub berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen) über fast zwei Jahrzehnte hinweg. Bei der Familienpolitik besteht sie auf Familiensplitting statt Ehegattensplitting, denn "Kinder dürfen nicht zum Armutsrisiko für ihre Eltern werden", so Franziska Gminder.

Die Weltenbummlerin schätzt das weltweit anerkannte und geschätzte Prinzip der dualen Ausbildung und befürwortet die Wiedereinführung der bewährten Abschlüsse Diplom, Magister und Staatsexamen. Die unfassbare Verschlechterung der Schulbildung unter rot-grün ist ihr ein besonderer Dorn im Auge, ebenso wie die mangelnde Bereitschaft der CDU zur Korrektur der rot-grünen Reformen.


Motivation und politische Positionen
Die Einhaltung von Recht, Gesetz und versprochenen Zusagen sind Franziska Gminder besonders wichtig. Der permanente Bruch von Verträge wie Maastricht, Lissabon und Schengen ärgert sie, aber auch die abnehmende Subsidiarität. "Ich will keinen aus Brüssel gelenkten Zentralstaat, der nicht demokratisch legitimiert ist, sondern ein Europa der Vaterländer, wie es uns versprochen wurde.", so Franziska Gminder. Zudem fordert sie die direkte Demokratie und Volksentscheide nach Schweizer Vorbild, sowie ein Einwanderungsrecht nach kanadischem oder australischem Vorbild.

Sie schließt sich den Ausführungen des renommierten Staatsrechtlers Prof. Dr. Karl-Albrecht Schachtschneider an: "ein Staat, der seine Grenzen nicht schützt und die Sicherheit seiner Bürger nicht mehr wahrnehmen kann, ist kein Staat mehr".

Basierend auf Ihrem Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Welthandel in Wien fordert sie zudem ein schnelles Ende der Nullzinspolitik, die unsere Sparer enteignet und die Rentner verarmen lässt.



Bei weiteren Fragen zu Franziska Gminder schreiben Sie ihr oder dem Kreisverband bitte.

Ein Por­t­rät von Dr. Marc Jongen, Direktkandidat im Wahlkreis Neckar-Zaber und ebenfalls neu gewählter Bundestagsabgeordneter über die Landesliste, Externer Link finden Sie z.B. bei Salto.bz, einer Südtiroler Zeitung (Dr. Jongen wurde in Südtirol geboren).



Stichworte:
  Pressemitteilungen    Bundestagswahl 2017    BTW2017    Wahlkreis Heilbronn    Heilbronn    Bundestag    Franziska Gminder  

Ansprechpartner

AfD Kreisverband Heilbronn

Pressestelle
Telefon 07131 5983264
E-Mail presse@afd.hn





- Aktuelle Meldungen