Zahlt sich die Integration von Flüchtlingen aus? Anmerkungen zum Stimme-Artikel
Zahlt sich die Integration von Flüchtlingen aus? Anmerkungen zum Stimme-Artikel

Bei der Heilbronner Stimme veröffentlichte der Redakteur Jens Dierolf heute einen Artikel mit dem Titel: Zahlt sich die Integration von Flüchtlingen aus? Mehrere Punkte darin muss man kritisieren, wir wollen jedoch nur kurz die auffälligsten Fehlinformationen aufzeigen.


Dienstag, 13. November 2018

Der Redakteur Externer Link schreibt in der Heilbronner Stimme vom 13.11.2018 unter anderem zur wichtigen Frage "Welches Szenario bei der Integration ist also wahrscheinlich?":

In einigen Bereichen verläuft die Entwicklung besser als die Erwartungen: (...) Bis August hatten mehr als 300 000 Personen aus den acht Hauptasylländern einen Job gefunden - 88 000 mehr als im Vorjahr. Allerdings: Noch 482 000 waren als arbeitssuchend gemeldet.


Der Redakteur räumt zwar weiter vorne selbst ein, dass diese Zahlen nicht zwingend den Flüchtlingen zuordenbar sind, sondern eben nur den Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge kommen. Trotzdem führt man hier an, dass "mehr als 300 000 Personen" einen Job gefunden hätten und stellt diese Zahl in Relation zu 482 000 Arbeitssuchenden. Damit suggeriert die Zeitung, dass schon bald die Hälfte der Flüchtlinge einen Job hätte. Das ist natürlich nicht der Fall.

In dem Zusammenhang muss man auf folgende Tatsache hinweisen: Die Regierung selbst, genauer gesagt die Wirtschaftsministerin Frau Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), musste erst kürzlich zugeben, dass sie zu Unrecht mit völlig überhöhten Zahlen zu sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlingen gearbeitet hat. Auch sie hatte frohlockt, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat fast 60 Prozent mehr Geflüchtete eine Arbeit hatten.

Später stellte sich heraus, dass von 28.000 Geflüchteten schon mindestens 9.664 vor der Flüchtlingswelle Ende 2014 hier waren und eine Beschäftigung hatten. Dazu kam, dass das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) der Universität Mannheim offenlegte: "Nur knapp neun Prozent der Befragten gehen demnach einer Vollzeitarbeit nach, wovon wiederum knapp 30 Prozent einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben." Alle anderen haben Teilzeitjobs, Praktika, Ein-Euro-Jobs oder die bekannt-beliebten "Weiterqualifizierungen". "Integriert" ist man für Politiker der Grünen und der CDU, wenn man einen 1-Euro-Job hat...

Natürlich subventioniert der Steuerzahler die Anstellung von diesen Personen. Es handelt sich also um Lohndumping. Dies daher nicht zu erwähnen kann man als absichtliche Täuschung des Lesers ansehen.



Zuvor schreibt der Redakteur in der Heilbronner Stimme:

Beim Familiennachzug, der in der IW-Studie einen erheblichen Kostenfaktor darstellt, liegt der tatsächliche Nachzug deutlich unter den Erwartungen (0,8 bis 1,2 Familienangehörige). Die Ausgaben hierfür dürften also deutlich unter den Erwartungen liegen.


Dazu muss man ergänzen, dass es bisher immer wieder Einschränkungen beim Familiennachzug gab. Wäre der Familiennachzug ohne Einschränkungen möglich, wie das manche selbst für Straftäter fordern, dann wäre der tatsächliche Familiennachzug deutlich höher und somit auch die Ausgaben.



Drei weitere Aussagen im Artikel der Heilbronner Stimme:

"Viele Unternehmen suchen händeringend auch nach gering qualifizierten Arbeitskräften."

Gleichzeitig füllten Migranten "häufig Lücken in Berufen, die für heimische Arbeitskräfte weniger attraktiv sind oder weniger Karrierechancen bieten".

Und schließlich bleibt es noch immer eine große Unbekannte, wie viele Flüchtlinge überhaupt wieder in ihre Heimat zurückkehren werden. Dann, so klagen viele Ehrenamtliche, kämen die hohen Ausgaben für die Integration gar nicht der deutschen Gesellschaft zugute.


Hier zeigt sich doch wieder, dass es nie um Menschlichkeit ging oder darum, dass Menschen "Schutz" geboten wird. Es ging darum eine illegale Einwanderung zu ermöglichen und als "legal" zu verpacken. Unter anderem um an günstige Arbeitskräfte zu kommen. Vor der Flüchtlingskrise trieb die Bundesregierung dazu u.a. die ständige Ost-Erweiterung voran.

Unabhängig davon, ob man diese Politik für notwendig hält, zeigt sich daran doch deutlich, dass die Kritik an dieser Politik (die fast nur von der AfD kam) Heuchelei war und nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun hatte.



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